Rosenwurz

Stand: 6. Juli 2026 Stress & Mentale Gesundheit

Rosenwurz (Rhodiola rosea), auch Golden Root genannt, ist eine mehrjährige Pflanze, die in den kalten Bergregionen Sibiriens, Skandinaviens und weiterer Teile Europas und Asiens wächst. In der Volksmedizin dieser Regionen hat sie eine lange Tradition.

Wie Ashwagandha wird Rosenwurz zu den Adaptogenen gezählt, also zu Pflanzen, die die Anpassungsfähigkeit des Körpers an Belastungen unterstützen sollen. Traditionell steht der Bezug zu Stress, Erschöpfung und geistiger wie körperlicher Leistungsfähigkeit im Vordergrund.

Steckbrief

Botanischer Name
Rhodiola rosea
Weitere Namen
Golden Root, Arktische Wurzel
Pflanzenfamilie
Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Verwendeter Teil
Wurzel
Charakteristische Inhaltsstoffe
Rosavine, Salidrosid
Kategorie
Adaptogen
Herkunft
Kalte Bergregionen Europas und Asiens

Wirkung und Studienlage

Rosenwurz wird traditionell im Zusammenhang mit stressbedingter Erschöpfung sowie mit geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit verwendet. Als charakteristische Inhaltsstoffe gelten die Rosavine und das Salidrosid, auf die Extrakte häufig standardisiert werden.

Zu Rhodiola rosea liegen mehrere Humanstudien vor, unter anderem zu stressbedingter Erschöpfung und zur Ausdauerleistung. Ein Teil dieser Untersuchungen berichtet über günstige Effekte, die methodische Qualität und die Aussagekraft der Studien sind allerdings gemischt. Für Rosenwurz als Nahrungsergänzung sind im Sinne der europäischen Health-Claims-Regeln keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen. Die Studienlage liefert Hinweise, aber keine gesicherten Wirkaussagen.

Anwendung und Dosierung

Rosenwurz wird meist als standardisierter Wurzelextrakt in Kapsel- oder Tablettenform angeboten, häufig standardisiert auf einen definierten Gehalt an Rosavinen und Salidrosid. In Studien kamen überwiegend solche standardisierten Extrakte zum Einsatz.

Traditionell wird Rosenwurz eher am Tag als am Abend eingenommen, da es mit Aktivierung und Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht wird. Angewendet wird es oft kurweise. Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung des jeweiligen Produkts.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Standardisierte Rosenwurz-Extrakte wurden in Studien über die untersuchten Zeiträume überwiegend gut vertragen. Gelegentlich werden Unruhe, Reizbarkeit oder Schlafstörungen beschrieben, weshalb die Einnahme am späten Abend eher gemieden wird.

In Schwangerschaft und Stillzeit sollte Rosenwurz mangels ausreichender Daten nicht ohne ärztliche Rücksprache eingenommen werden. Bei psychischen Erkrankungen, insbesondere bei bipolaren Störungen, sowie bei der Einnahme von Antidepressiva oder anderen Medikamenten ist eine ärztliche Abstimmung ratsam. Anhaltende Erschöpfung gehört grundsätzlich ärztlich abgeklärt.

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Häufige Fragen

Als Adaptogene werden pflanzliche Stoffe bezeichnet, die die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegenüber Belastungen unterstützen sollen. Neben Rosenwurz zählt auch Ashwagandha zu dieser Gruppe. Der Begriff stammt aus der Forschung des 20. Jahrhunderts.

Rosenwurz wird traditionell eher am Tag eingenommen, da es mit Aktivierung und Leistungsfähigkeit in Verbindung gebracht wird. Eine Einnahme am späten Abend wird wegen möglicher Unruhe eher gemieden.

Standardisierte Extrakte geben ihren Gehalt an Rosavinen und Salidrosid an, den charakteristischen Inhaltsstoffen. Nur so ist die Anwendung mit den in Studien verwendeten Präparaten vergleichbar.

Portrait Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Fachliche Prüfung

Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Arzt, Professor i.R. und Mitbegründer von sanitas

Seit 40 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Prävention, Gesundheitsförderung, Achtsamkeit, Longevity und Naturheilverfahren. In Herstelle führt er eine kleine Privatpraxis.

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