
Bio-Kurkuma 800
Bio-Kurkumaextrakt + Bio-Pfefferextrakt
Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelbwurz genannt, ist ein Ingwergewächs aus Südasien und verleiht vielen Currymischungen ihre charakteristische gelbe Farbe. Verantwortlich dafür ist der Hauptwirkstoff Curcumin, ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Polyphenole.
In der ayurvedischen und der traditionellen chinesischen Medizin wird Kurkuma seit Langem verwendet. Curcumin zählt heute zu den am intensivsten wissenschaftlich untersuchten pflanzlichen Verbindungen, vor allem wegen seiner antioxidativen Eigenschaften.
Steckbrief
Curcumin, der Hauptwirkstoff der Kurkuma, ist Gegenstand einer großen Zahl wissenschaftlicher Untersuchungen. Erforscht werden vor allem seine antioxidativen Eigenschaften sowie Zusammenhänge mit dem Entzündungsgeschehen, der Verdauung und weiteren Bereichen. Traditionell steht bei Kurkuma der Bezug zur Verdauung im Vordergrund.
Trotz der Fülle an Studien ist die Einordnung differenziert zu betrachten: Viele Ergebnisse stammen aus Labor- oder Tierstudien, und beim Menschen ist die natürliche Aufnahme von Curcumin gering. Für Curcumin als Nahrungsergänzung sind im Sinne der europäischen Health-Claims-Regeln keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen. Die vorliegende Forschung liefert vielversprechende Ansätze, aber keine gesicherten Heilaussagen.
Ein zentrales Thema bei Kurkuma ist die Bioverfügbarkeit: Reines Curcumin wird vom Körper nur in geringem Maß aufgenommen. Deshalb kombinieren viele Präparate Curcumin mit Piperin, dem Scharfstoff des schwarzen Pfeffers, der die Aufnahme deutlich verbessern soll. Auch spezielle galenische Formen zielen auf eine bessere Aufnahme.
Kurkuma ist als Gewürz, Pulver, Kapsel oder standardisierter Extrakt erhältlich. Bei Extrakten wird häufig der Gehalt an Curcuminoiden angegeben. Da Curcumin fettlöslich ist, wird die Aufnahme aus dem Gewürz durch die Zubereitung mit etwas Fett begünstigt. Halten Sie sich bei Präparaten an die Verzehrempfehlung.
Kurkuma als Gewürz gilt als unbedenklich. Konzentrierte Extrakte in höherer Dosierung können bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Bei Gallensteinen oder einem Verschluss der Gallenwege sollte Kurkuma nicht ohne ärztliche Rücksprache in konzentrierter Form eingenommen werden, da es den Gallenfluss anregen kann. Da Curcumin die Blutgerinnung sowie die Verstoffwechselung bestimmter Medikamente beeinflussen kann, ist bei blutgerinnungshemmenden und weiteren Medikamenten sowie vor Operationen eine ärztliche Rücksprache sinnvoll. In Schwangerschaft und Stillzeit sollten konzentrierte Präparate nur nach Rücksprache verwendet werden.

Bio-Kurkumaextrakt + Bio-Pfefferextrakt
Kurkuma ist das Gewürz, also die getrocknete und gemahlene Wurzel. Curcumin ist der darin enthaltene Hauptwirkstoff. Im Gewürz macht Curcumin nur einen kleinen Anteil aus, standardisierte Extrakte konzentrieren ihn.
Der Pfeffer-Scharfstoff Piperin verbessert die Aufnahme von Curcumin im Körper deutlich. Da reines Curcumin nur schlecht aufgenommen wird, ist diese Kombination weit verbreitet.
Als Gewürz liefert Kurkuma nur geringe Mengen Curcumin, das zudem schlecht aufgenommen wird. Die Zubereitung mit etwas Fett und schwarzem Pfeffer begünstigt die Aufnahme. Für gezielt höhere Mengen werden standardisierte Extrakte verwendet.
Bei Gallensteinen, bei Einnahme blutverdünnender oder weiterer Medikamente sowie in Schwangerschaft und Stillzeit sollten konzentrierte Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache verwendet werden.

Fachliche Prüfung
Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning
Arzt, Professor i.R. und Mitbegründer von sanitas
Seit 40 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Prävention, Gesundheitsförderung, Achtsamkeit, Longevity und Naturheilverfahren. In Herstelle führt er eine kleine Privatpraxis.