Eisen aus dem Curryblatt

Stand: 6. Juli 2026 Stoffwechsel

Eisen aus dem Curryblatt ist eine natürliche, pflanzliche Eisenquelle. Curryblätter stammen vom Currybaum (Murraya koenigii) und werden in der südindischen Küche traditionell zum Würzen verwendet. Neben ihrem Aroma liefern sie von Natur aus Eisen in pflanzlich gebundener Form.

Eisen ist ein essenzielles Spurenelement. Der Körper benötigt es unter anderem für den Sauerstofftransport im Blut. Eine pflanzliche Eisenquelle wie das Curryblatt ist besonders für Menschen interessant, die auf tierische Produkte verzichten.

Steckbrief

Quelle
Curryblatt (Murraya koenigii)
Nährstoff
Eisen (Spurenelement)
Form
Pflanzlich gebundenes Eisen
Besonders relevant für
Vegetarische und vegane Ernährung
Bezug
Blutbildung, Sauerstofftransport

Wirkung und Studienlage

Der Nutzen dieser Zutat beruht auf ihrem Eisengehalt. Für Eisen sind in der EU mehrere gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Eisen trägt unter anderem bei:

  • zur normalen Bildung roter Blutkörperchen und von Hämoglobin
  • zum normalen Sauerstofftransport im Körper
  • zu einem normalen Energiestoffwechsel
  • zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
  • zu einer normalen Funktion des Immunsystems

Pflanzliches Eisen liegt überwiegend als sogenanntes Nicht-Häm-Eisen vor, das der Körper etwas schlechter aufnimmt als das Eisen aus tierischen Quellen. Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen, weshalb entsprechende Präparate häufig mit einer natürlichen Vitamin-C-Quelle kombiniert werden.

Anwendung und Dosierung

Eisenpräparate auf Curryblatt-Basis werden meist in Kapsel- oder Tablettenform angeboten, oft in Kombination mit natürlichem Vitamin C zur Verbesserung der Aufnahme. Die Referenzmenge für die tägliche Eisenzufuhr liegt in der EU bei 14 mg.

Eisen wird häufig günstiger aufgenommen, wenn es nicht direkt zusammen mit Kaffee, schwarzem Tee oder größeren Mengen Milchprodukten eingenommen wird, da diese die Aufnahme hemmen können. Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung des jeweiligen Produkts.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Eine zusätzliche Eisenzufuhr ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein erhöhter Bedarf oder eine unzureichende Versorgung vorliegt. Ein Eisenmangel sollte ärztlich festgestellt werden, üblicherweise über eine Blutuntersuchung, bevor über längere Zeit ergänzt wird.

Eisen sollte nicht unkontrolliert in hohen Mengen eingenommen werden, da der Körper überschüssiges Eisen nur begrenzt ausscheiden kann. Bei einer Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) ist eine zusätzliche Eisenzufuhr zu vermeiden. Höhere Eisenmengen können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Eisenpräparate gehören außerdem für Kinder unzugänglich aufbewahrt.

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Häufige Fragen

Das Curryblatt liefert Eisen in natürlicher, pflanzlicher Form. Das ist besonders für Menschen interessant, die sich vegetarisch oder vegan ernähren und ihren Eisenbedarf ohne tierische Quellen decken möchten.

Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen. Deshalb werden entsprechende Präparate oft mit einer natürlichen Vitamin-C-Quelle kombiniert. Kaffee, schwarzer Tee und größere Mengen Milchprodukte können die Aufnahme dagegen hemmen.

Nein. Eine zusätzliche Eisenzufuhr über längere Zeit sollte nur bei nachgewiesenem Bedarf erfolgen. Ein Eisenmangel gehört ärztlich festgestellt, da überschüssiges Eisen nur begrenzt ausgeschieden wird.

Portrait Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Fachliche Prüfung

Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Arzt, Professor i.R. und Mitbegründer von sanitas

Seit 40 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Prävention, Gesundheitsförderung, Achtsamkeit, Longevity und Naturheilverfahren. In Herstelle führt er eine kleine Privatpraxis.

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