Echinacea

Stand: 6. Juli 2026 Immunsystem

Echinacea, auf Deutsch Sonnenhut, ist eine in Nordamerika heimische Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler. Für Präparate werden vor allem die Arten Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia und Echinacea pallida verwendet.

Echinacea ist einer der Klassiker der pflanzlichen Hausapotheke, insbesondere in der nasskalten Jahreszeit. Traditionell wird der Sonnenhut zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt.

Steckbrief

Botanischer Name
Echinacea purpurea, E. angustifolia, E. pallida
Deutscher Name
Sonnenhut
Pflanzenfamilie
Korbblütler (Asteraceae)
Verwendete Teile
Kraut, Wurzel
Herkunft
Nordamerika
Traditioneller Bezug
Immunsystem, Erkältungszeit

Wirkung und Studienlage

Echinacea wird traditionell zur Unterstützung der körpereigenen Abwehr in der Erkältungszeit verwendet. Die Pflanze ist wissenschaftlich gut untersucht, die Studienergebnisse fallen jedoch uneinheitlich aus. Ein Teil der Untersuchungen deutet darauf hin, dass Echinacea-Präparate zu einer Verkürzung oder Abmilderung von Erkältungssymptomen beitragen könnten, andere Studien fanden keinen klaren Effekt.

Diese uneinheitliche Lage erklärt sich unter anderem durch die große Vielfalt der Präparate: Verschiedene Arten, Pflanzenteile und Herstellungsverfahren führen zu Produkten mit unterschiedlichem Wirkstoffprofil, was den Vergleich der Studien erschwert. Eine gesicherte, allgemeingültige Wirkaussage lässt sich daraus nicht ableiten. Echinacea ist im Sinne der europäischen Health-Claims-Regeln nicht mit zugelassenen Wirkaussagen versehen.

Anwendung und Dosierung

Echinacea ist in vielen Formen erhältlich, etwa als Presssaft, Tropfen, Tabletten oder Tee. Traditionell wird es kurweise bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder in der Erkältungssaison angewendet, meist über einen begrenzten Zeitraum von einigen Wochen und nicht dauerhaft.

Da sich die Präparate stark unterscheiden, ist die Verzehrempfehlung des jeweiligen Produkts maßgeblich. Achten Sie auf Angaben zur verwendeten Art und zum Pflanzenteil.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Echinacea gilt bei kurzzeitiger Anwendung als überwiegend gut verträglich. Gelegentlich werden Magen-Darm-Beschwerden oder allergische Reaktionen beschrieben.

Wegen der Zugehörigkeit zu den Korbblütlern sollten Personen mit einer Allergie gegen diese Pflanzenfamilie (etwa Beifuß, Kamille, Ambrosia) Echinacea meiden. Bei Autoimmunerkrankungen oder unter immununterdrückender Therapie wird von einer Anwendung ohne ärztliche Rücksprache abgeraten, da Echinacea das Immunsystem beeinflussen soll. Auch für kleine Kinder gelten je nach Präparat Einschränkungen, hier ist die Herstellerangabe zu beachten.

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Häufige Fragen

Echinacea wird traditionell zur Unterstützung des Immunsystems in der Erkältungszeit verwendet. Die Studienlage ist uneinheitlich: Manche Untersuchungen deuten auf einen Nutzen hin, andere nicht. Eine gesicherte Wirkaussage ist daraus nicht ableitbar.

Echinacea wird traditionell kurweise über einige Wochen angewendet, nicht dauerhaft. Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung des jeweiligen Präparats.

Personen mit Korbblütler-Allergie sowie Menschen mit Autoimmunerkrankungen oder unter immununterdrückender Therapie sollten Echinacea nur nach ärztlicher Rücksprache anwenden.

Portrait Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Fachliche Prüfung

Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Arzt, Professor i.R. und Mitbegründer von sanitas

Seit 40 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Prävention, Gesundheitsförderung, Achtsamkeit, Longevity und Naturheilverfahren. In Herstelle führt er eine kleine Privatpraxis.

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