Acerola

Stand: 6. Juli 2026 Immunsystem

Acerola ist die Frucht der Acerolakirsche (Malpighia emarginata), auch Barbados- oder Westindische Kirsche genannt. Sie stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und ist vor allem für einen der höchsten natürlichen Vitamin-C-Gehalte aller bekannten Früchte geschätzt.

Wegen dieses Reichtums wird Acerola häufig als natürliche Alternative zu synthetischer Ascorbinsäure in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt. Neben Vitamin C liefert die Frucht weitere sekundäre Pflanzenstoffe.

Steckbrief

Botanischer Name
Malpighia emarginata
Weitere Namen
Barbados-Kirsche, Westindische Kirsche
Pflanzenfamilie
Malpighiengewächse (Malpighiaceae)
Verwendeter Teil
Frucht
Charakteristische Inhaltsstoffe
Vitamin C, Bioflavonoide, Carotinoide
Kategorie
Natürliche Vitamin-C-Quelle

Wirkung und Studienlage

Der gesundheitliche Nutzen von Acerola beruht in erster Linie auf ihrem hohen Gehalt an natürlichem Vitamin C. Für Vitamin C sind in der EU mehrere gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Vitamin C trägt unter anderem bei:

  • zu einer normalen Funktion des Immunsystems
  • zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Haut, Knochen, Knorpeln, Zähnen und Blutgefäßen
  • zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress
  • zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
  • zur Erhöhung der Eisenaufnahme

Ein Vorteil von Acerola gegenüber isolierter Ascorbinsäure liegt aus Sicht vieler Anwender im natürlichen Verbund mit sekundären Pflanzenstoffen wie Bioflavonoiden. Ob dieser Verbund einen messbaren Zusatznutzen gegenüber reinem Vitamin C bietet, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt.

Anwendung und Dosierung

Acerola wird meist als Pulver oder in Kapseln angeboten, häufig standardisiert auf einen bestimmten Vitamin-C-Gehalt. Die zugeführte Menge orientiert sich am Vitamin-C-Bedarf. Zur Einordnung: Die von der EU festgelegte Referenzmenge für die tägliche Zufuhr liegt bei 80 mg Vitamin C.

Da Vitamin C wasserlöslich ist und nicht nennenswert im Körper gespeichert wird, ist eine regelmäßige Zufuhr sinnvoll. Acerola-Pulver lässt sich unkompliziert in Wasser, Saft oder Müsli einrühren. Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung des Produkts.

Sicherheit und Wechselwirkungen

Vitamin C aus Acerola gilt in üblichen Mengen als gut verträglich. Sehr hohe Dosen können bei empfindlichen Personen zu Magen-Darm-Beschwerden wie weichem Stuhl führen, da überschüssiges Vitamin C über den Darm und die Nieren ausgeschieden wird.

Personen mit einer Neigung zu Nierensteinen (Oxalatsteinen) oder mit einer Eisenspeicherkrankheit sollten eine hohe zusätzliche Vitamin-C-Zufuhr mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abstimmen. Bei bekannter Allergie gegen Acerola ist von der Einnahme abzusehen.

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Häufige Fragen

Chemisch ist das Vitamin C identisch. Acerola liefert das Vitamin jedoch im natürlichen Verbund mit weiteren Pflanzenstoffen wie Bioflavonoiden. Ein eindeutiger, messbarer Vorteil dieses Verbunds gegenüber reiner Ascorbinsäure ist wissenschaftlich nicht abschließend belegt, für viele Anwender ist die natürliche Herkunft dennoch ein Kriterium.

Frische Acerolakirschen gehören zu den Vitamin-C-reichsten Früchten überhaupt. Der genaue Gehalt schwankt je nach Reifegrad und Verarbeitung. Standardisierte Acerola-Produkte geben den Vitamin-C-Gehalt pro Portion an.

Ja, eine regelmäßige Zufuhr im Rahmen der Verzehrempfehlung ist üblich, da Vitamin C wasserlöslich ist und nicht gespeichert wird. Sehr hohe Mengen sind für die Deckung des Bedarfs nicht erforderlich.

Portrait Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Fachliche Prüfung

Prof. Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning

Arzt, Professor i.R. und Mitbegründer von sanitas

Seit 40 Jahren beschäftigt er sich intensiv mit den Themen Prävention, Gesundheitsförderung, Achtsamkeit, Longevity und Naturheilverfahren. In Herstelle führt er eine kleine Privatpraxis.

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